Wie Du die Sprachentwicklung Deines Kindes durch Musik förderst
- Sprachgold
- 2. Aug. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Mai
Bereits im Mutterleib reagieren Babys auf Töne und Geräusche, und Neugeborene besitzen ein feines Gespür für Musik. Kinderlieder, rhythmische Klatschspiele und Bewegungslieder faszinieren selbst die Kleinsten und fördern gleichzeitig die Sprachentwicklung. Musik und Sprache sind eng miteinander verknüpft und unterstützen Kinder, spielerisch beim Sprechenlernen.
So fördern Musik, Lieder und Fingerspiele die Sprachentwicklung
Musik und das Singen bestehen aus Rhythmus und Melodien. Auch zum Sprechen benötigen wir prosodische Elemente wie Stimmhöhe, Rhythmus und Lautstärke, Pausen, Betonungsmuster, Sprechtempo. Diese musikalischen Muster helfen Kindern dabei, Sprachstrukturen zu verstehen und neue Wörter zu erlernen. Beim Sprechen, Lesen und Schreiben spielt die akustische Differenzierung eine sehr wichtige Rolle! Unsere Wörter bestehen aus Silben, die unterschiedlich betont werden, z.B. So-fa, Sa-lat, Scho-ko-la-de etc. Jede Sprache hat ein eigenes Betonungsmuster.
Das ist nicht nur für den Wortschatz sondern auch für die Grammatik wichtig. Es besteht ein Unterschied, wenn ich sage „UMfahren“ oder „umFAHREN“ , „Ein Schmetterling!“ vs „Ein Schmetterling?“
Durch die Verwendung von Rhythmus, Betonung und Sprechpausen wird auch die sogenannte phonologische Bewusstheit gestärkt – also das Verständnis für Wortlängen, Silben und Laute. Diese Fähigkeiten sind wichtige Voraussetzungen für das spätere Lesen- und Schreibenlernen.
Kinderlieder bieten zudem die Möglichkeit, die Artikulationswerkzeuge (Zunge, Lippen, Gaumen) zu trainieren und die Sprechmotorik zu entwickeln. Wiederholungen in Liedtexten erleichtern es Kindern, Satzstrukturen, Wörter und Sprachrhythmen zu verinnerlichen.
Die Kombination von Sprache und Musik spricht beide Gehirnhälften an, was neuronale Verknüpfungen stärkt und das serielle Denken sowie das phonologische Gedächtnis fördert. Und natürlichwollen wir den positiven Einfluss von Musik und Singen auf unseren Körper und das emotionale Wohlbefinden nicht vergessen!
Hilft musikalische Sprachförderung bei Sprachentwicklungsproblemen?
Kinder, die zu Sprachentwicklungsstörungen oder Sprachverzögerungen neigen ( Late Talker), profitieren stark von der Förderung musikalischer Kompetenzen. Studien zeigen, dass Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen häufig auch Defizite in ihren musikalischen Fähigkeiten haben. Ein gezieltes Training musikalischer Elemente kann ihnen helfen, Sprachmuster zu erfassen und den Wortschatz aufzubauen.
In unserer interaktiven Sprachfördershow SPRACHTASTISCH - DEINE WORTREICHE ZEIT, nutzen wir pädagogisch wertvolle Videos und Hörspiele, um die Sprachentwicklung zu unterstützen. Prosodie, Rhythmus und Musik spielen dabei eine zentrale Rolle. Du kannst die hier ein Beispielvideo ansehen:
Musikalische Früherziehung für die Sprachentwicklung: Sinnvoll, aber ab wann?
Musik kann nie zu früh eine Rolle im Leben deines Kindes spielen. Schon während der Zeit um Bauch der Mutter kann Musik eingesetzt werden. In dieser Zeit soll vor allem klassische Musik positive Auswirkungen auf das Baby haben. Eltern fragen sich häufig, ab welchem Alter Kinderlieder und Musik zur Sprachförderung geeignet sind. Die Antwort: Bereits ab dem Alter von sechs Monaten können Babys, Musik genießen und erste Sprachmuster erkennen. Wenn man die sprachliche Entwicklung des Kindes fördern möchte, kann man mit Musik sehr viel erreichen. Singen und musizieren macht nicht nur Freude, sondern fördert die Sprachentwicklung. Unter Einsatz von verschiedenen Instrumenten beispielsweise durch Klanghölzer, können Kinder wunderbar erfahren, dass sich Wörter auch in Silben teilen lassen.
Sprachentwicklung bei Babys und Kleinkindern durch musikalische Sprachförderung zu Hause: Tipps für Eltern
Gemeinsam singen und tanzen: Singen Sie Kinderlieder oder summen Sie eigene Melodien – Kinderreime, Klatschspiele und Bewegungslieder eignen sich perfekt zur Sprachförderung. Bereits in der Krippe können Kleinkinder erste Liedtexte lernen und eigene Reime entwickeln.
Rhythmische Klatschspiele: Besonders für Kleinkinder eignen sich Klatschspiele. Sie fördern die Verbindung zwischen Sprechen und Handeln und schulen das rhythmische Gefühl, das wichtig für das Sprachverständnis ist.
Fingerspiele: Für Kinder unter zwei Jahren bieten Fingerspiele eine ideale Möglichkeit, Sprache und Bewegung zu verknüpfen. Fingerspiele erleichtern es, den Zusammenhang zwischen Wörtern und Handlungen zu verstehen, und fördern das Zuhören sowie die Merkfähigkeit.
Schlaflieder als Ritual: Schlaflieder sind von Geburt an beliebt und schaffen Nähe. Das Singen eines Schlaflieds als Zu-Bett-geh-Ritual beruhigt und stärkt den familiären Zusammenhalt.
Tipp für Eltern und Erzieher: Kinderstimmlippen sind von Natur aus kürzer. Daher sollten Lieder in einer höheren Stimmlage angestimmt werden, um eine gesunde Stimmhygiene zu fördern und Stimmstörungen vorzubeugen.
Fazit: Sprachförderung durch Musik für eine starke Sprachentwicklung
Musikalische Aktivitäten – ob Lieder, rhythmische Klatschspiele oder Hörspiele – bieten eine wertvolle Unterstützung der Sprachentwicklung. Sie fördern die phonologische Bewusstheit, stärken die Merkfähigkeit und bieten Kleinkindern, insbesondere Late Talkern und Kindern mit Sprachentwicklungsverzögerung die Möglichkeit, Sprachstrukturen spielerisch zu erlernen. Nutze Musikangebote gezielt, um die Sprachentwicklung deines Kindes zu fördern und die Freude am Sprechen zu wecken.
Du singst nicht gern? Oder hast keine Zeit im Alltag für Sprachförderung? Aber möchtest deinem Kleinkind dennoch den Benefit von sprachförderlicher Musik nicht vorenthalten? Dann nutze SPRACHTASTISCH und gönne dir deine wohlverdiente Pause in dem Wissen, dass das was dein Kind gerade schaut lehrreich ist und Spaß macht.
Und hier noch ein Geschenk für Dich: Die Musikpädagogin & Geigerin Sofia Galeati @musikgeschichten hat mir ein paar Fragen zur Bedeutung von Kindermusik für die Sprachentwicklung und Sprachförderung gestellt. In dem kostenlosen Video erhälst Du viele Hintergrundinformationen und Tipps zu musikalischen Angeboten für Kinder (spannend auch für Erzieher, Pädagogen, die Musikschule, den Musikunterricht und alle, die mit Kindern arbeiten).
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