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Sprachstörungen bei Kindern – Sprachprobleme erkennen und handeln

Aktualisiert: 26. Feb.

Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern treten sehr häufig auf und können vielfältig sein. Es gibt Kinder, die mit 6 Jahren noch immer nicht richtig sprechen. Die betroffenen Kinder zeigen dann Auffälligkeiten im Wortschatz, der Grammatik und Aussprachestörungen. Sprachstörungen wachsen sich leider nicht aus, sondern bleiben ein Leben lang bestehen.


Sprachentwicklung: Was ist normal? Ab wann spricht man von einer Sprachstörung bei Kindern?


Ob die Sprach- und Sprechentwicklung eines Kindes normal, verzögert oder gestört ist und

schätzen Logopäden bzw. Sprachtherapeuten in Zusammenarbeit mit Kinderärzten, Hals-Nasen-Ohrenärzten und Pädaudiologen ein.


Eine Sprachentwicklungsstörung kann ab 3 Jahren festgestellt werden. Sprachverzögerungen und Late Talker kann man bereits im Alter von 2 Jahren erkennen und behandeln.


Sprach- und Sprechstörungen bei Kindern können vielfältig sein:


Sprachentwicklungsstörung bei Kindern

Was ist eine Sprachentwicklugsstörung? Eine SES ist eine Verarbeitungsstörung, die bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen das Sprechen und/oder Verstehen von Sprache erschwert. Das kann den Wortschatz, die Grammatik (Probleme im Satzbau, "Dysgrammatismus") und die Aussprache betreffen. Ca. 7,6% aller Kinder sind von einer SES betroffen und sie kann ein Leben lang bestehen bleiben. Die SES beeinflusst den Schriftspracherwerb, das Lernen im Allgemeinen, die soziale Teilhabe & das emotionale Wohlbefinden! Logopädie hilft!


Aussprachestörungen bei Kindern

Wenn Kinder Laute Laute nicht aussprechen können, auslassen oder durch andere Buchstaben ersetzten (statt /k, g/ wird /t,d/ gesprochen oder statt /sch/ ein /s/.

spricht man von einer Phonologischen Verzögerung oder Störung. Diese kann das Lesen ud Schreiben beeinträchtigen.


Artikulationsstörungen bei Kindern

Ein Laut wird motorisch im Mundraum falsch gebildet. Am häufigsten sind im Deutschen die Zischlaute /s, sch, ch, z/ betroffen. Man nennt das "Sigmatismus" bzw. im

Volksmund auch "Lispeln".


Redeflussstörungen: Stottern und Poltern

Kinder, die stottern, verlieren für Momente die Kontrolle über ihren Redefluss.

Stottern äußert sich u.a. in Form von:

– unfreiwilligen Wiederholungen (Ka-ka-ka-katze, B-B-B-B-all)

– Verlängerung von Lauten (Mmmmmmaus)

– Blockierungen, bei denen die Sprechbewegung völlig „steckenbleibt“ (----Apfel).


Sprachstörungen bei Kindern – mögliche Anzeichen erkennen


Die Meilensteine in der Sprachentwicklung bieten eine Orientierung, um zu erkennen, ob die Sprachentwicklung eines Kindes normal verläuft. Oftmals erkennt das Umfeld jedoch zu spät, dass ein Kind ein Problem in der Sprachentwicklung haben könnte.


Hellhörig werden solltest Du, wenn Dein Kind:

  • mit einem halben Jahr verstummt und aufhört zu lallen

  • scheinbar nicht richtig hört, weil es z.B. nicht richtig auf Ansprache reagiert, es zu Missverständnissen kommt, es häufig nachfragt, selbst eher laut ist oder Medien laut einstellt

  • mit 18 Monaten noch nicht begonnen hat zu sprechen

  • mit 24 Monaten keine 50 Wörter aktiv spricht und keine Zweiwortäußerungen bildet („Papa weg“, „Ball da“). Diese Kinder nennt man Late Talker, und sie haben ein großes Risiko, dauerhaft Sprachprobleme zu zeigen

  • zur Verständigung vorwiegend Gesten und Geräusche statt Wörter nutzt

  • sich mit 2 Jahren noch viele Lautmalereien („ham“ ,“wau-wau“) im Sprechen zeigen

  • mit 3 Jahren unverständlich spricht und keine Mehrwortsätze bildet

  • mit 4 Jahren noch immer Grammatikfehler macht oder die Aussprache auffällig ist (Sprachlaute falsch bildet, durch andere ersetzt, auslässt oder motorisch falsch bildet)

  • unflüssig spricht, also Silben oder Laute wiederholt, Wörter mit Anstrengung herauspresst

  • ständig den Mund offen hat, durch den Mund atmet, Speichelfluss zeigt, ungern feste Nahrung kaut und schnarcht

  • beim Schreiben Silben und Buchstaben ve